- Hausvorteil mit Basisstrategie
- 0,43 %
- wer nie zieht, wenn er überkaufen könnte
- 3,91 %
- Blackjack in den ersten zwei Karten (6 Decks)
- 4,75 %
- Prozentpunkte Aufpreis durch 6:5
- 1,4

Worum geht es beim Blackjack wirklich?
Sie halten 16, der Dealer zeigt eine 10: Ziehen und Stehen verlieren beide rund 57,5 Cent je Euro, Ziehen 0,06 Cent weniger (eigene Rechnung, unendlich viele Decks, Blackjack-Verlust eingerechnet). Solche Fälle machen Blackjack lernbar, im Gegensatz zu Roulette oder Spielautomaten.
„So nah wie möglich an 21“ nennt Wizard of Odds einen falschen Satz. Eine 12 bleibt gegen eine schwache Dealer-Karte stehen, weil der Dealer bei einer 4, 5 oder 6 in rund 40 Prozent der Fälle überkauft. Den Maßstab für solche Entscheidungen erklärt die Seite Erwartungswert und Hausvorteil.
Woher kommt Blackjack, und ist es dasselbe wie „17 und 4“?
Blackjack stammt vom französischen Vingt-et-un ab, übersetzt Einundzwanzig. Das Spiel war im 18. Jahrhundert am Hof von Ludwig XV. beliebt, und zu Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in den USA daraus das Casino-Spiel Black Jack. Das deutsche Siebzehn und Vier ist derselbe Vorfahre unter anderem Namen (Wikipedia).
| Zeit | Ereignis |
|---|---|
| 18. Jahrhundert | Vingt-et-un, am Hof von Ludwig XV. beliebt |
| frühes 20. Jahrhundert | in den USA entsteht daraus Black Jack |
| 1956 | erste mathematische Analyse des Spiels |
| 1961 und 1962 | Thorps Zählsystem und das Buch „Beat the Dealer“ |
Heute ist Black Jack nach Wikipedia das am meisten gespielte Karten-Glücksspiel in Spielbanken. Der wichtigste Unterschied zum Ahnen: Beim Siebzehn und Vier legt ein Bankhalter seine Bank vor sich auf den Tisch und zieht nach Belieben weitere Karten, beim Blackjack folgt der Dealer einer festen Regel. Alle Unterschiede im Detail stehen auf der Seite Blackjack Regeln.
Die Mathematik kam später dazu, wie die Tabelle oben zeigt. Wie viel von Thorps Idee heute noch trägt, rechnet die Seite Blackjack Karten zählen nach: Die Spielbanken haben seit damals mehr Decks, abgeschnittene Schlitten und Mischmaschinen eingeführt.
Wie läuft eine Runde ab?
- 01Einsatz und Karten
Alle setzen, dann bekommen Sie zwei Karten, der Dealer eine offene und eine verdeckte.
- 02Zählen
Zahlenkarten nach Wert, Bild- und Zehnerkarten zehn, das Ass elf oder eins.
- 03Entscheiden
Ziehen, stehen, verdoppeln, teilen oder aufgeben. Über 21 ist der Einsatz verloren, auch wenn der Dealer danach überkauft.
- 04Dealer zieht
Er deckt auf und zieht nach festen Regeln bis mindestens 17.
- 05Abrechnen
Näher an 21 gewinnt 1:1, ein Blackjack (Ass plus Zehnerkarte) zahlt am Standardtisch 3:2.
Am Tisch in der Spielbank sitzen bis zu sieben Spieler, gespielt wird mit sechs Paketen zu 52 Karten, also 312 Stück (Wikipedia). Die Tiefe steckt in den Randfällen wie Soft 17, Teilen, Verdoppeln und Versicherung, auf der Regelseite.
Blackjack spielen: Wo üben Sie kostenlos und ohne Einsatz?
Im Trainer oben können Sie Blackjack kostenlos spielen, ohne Anmeldung und ohne Einsatz. Fünf kurze Lektionen führen von den Kartenwerten bis zum Hi-Lo-Zählen, danach wartet das freie Spiel am Sechs-Deck-Tisch. Jede Entscheidung wird gegen die Basisstrategie geprüft, Sie sehen also sofort, ob Ziehen oder Stehen richtig war. Das Wissensquiz am Ende der Seite zeigt danach, was hängen geblieben ist.
- Lektionen im Trainer
- 5
- Decks am Übungstisch
- 6
- Auszahlung eines Blackjacks
- 3 : 2
- Einsatz, keine Anmeldung
- 0 €
Die Regeln am Übungstisch: Der Dealer bleibt bei weicher 17, Verdoppeln nach dem Teilen ist erlaubt, spätes Aufgeben ebenfalls. Wer nach einer Blackjack-Demo oder einem Simulator sucht, findet im Trainer beides in einem. Zwei weitere Tische üben je einen Teil. Der Spielgeld-Tisch auf der Seite Blackjack Regeln zeigt den Rundenablauf, der Strategie-Coach auf der Seite Blackjack Strategie nennt vor jedem Zug, was die Basisstrategie rät.
Wo geht der Lernpfad lang?
| Schritt | Seite | Was Sie danach können |
|---|---|---|
| 1 | Blackjack Regeln | Kartenwerte, Ablauf, Soft 17, Teilen, Verdoppeln, Versicherung |
| 2 | Blackjack Tabelle und Wahrscheinlichkeiten | Basisstrategie für Ihr Regelwerk lesen, Hausvorteil einschätzen |
| 3 | Blackjack Strategie: Fehler und Mythen | die teuersten Denkfehler erkennen |
| 4 | Blackjack Karten zählen | Hi-Lo verstehen und üben, Mythos von Realität trennen |
Wer nur einen Abend hat, liest Schritt 1 und 2: Mit der Tabelle lässt sich fast jede Entscheidung am Tisch begründen.
Was kostet Blackjack?
Die Zahlen stammen von Wizard of Odds und aus dem dortigen Hausvorteil-Rechner.
| Situation | Hausvorteil |
|---|---|
| 6 Decks, Dealer steht auf Soft 17, Verdoppeln nach Teilen, 3:2, Basisstrategie | rund 0,43 % |
| Dasselbe, Blackjack zahlt 6:5 | rund 1,8 % |
| Atlantic-City-Regeln (8 Decks), „nie ziehen, wenn man überkaufen könnte“ | 3,91 % |
| Atlantic-City-Regeln, „den Dealer nachahmen“ | 5,48 % |
| Versicherung gegen Dealer-Blackjack (einzeln betrachtet) | rund 7,4 bis 7,7 % |
Der größte Hebel ist nicht die Strategie, sondern die Blackjack-Auszahlung: Bei 10 € Einsatz zahlt 3:2 genau 15 €, 6:5 nur 12 €. Ein Blackjack kommt etwa alle 21 Hände (4,75 Prozent bei sechs, 4,83 Prozent bei einem Deck), mal 0,3 Einsätze Differenz ergibt das gut 1,4 Prozentpunkte, ohne dass Sie einen Fehler machen. Schauen Sie deshalb zuerst auf den Filz.
Zum Vergleich: Europäisches Roulette kostet bei jeder Wette 2,70 Prozent, amerikanisches 5,26 Prozent. Auf 1.000 € Anfangseinsatz sind das bei Blackjack mit Strategie gut 4 €, mit „nie überkaufen“ knapp 39 €, beim Dealer-Nachahmen knapp 55 €. Mit Basisstrategie ist Blackjack also sechs- bis zwölfmal günstiger als Roulette, ohne sie so teuer wie der amerikanische Kessel.
Wie oft gewinnen Sie eine Runde? Mit Basisstrategie gewinnen Sie nach einer Simulation von Wizard of Odds 42,43 Prozent der Runden, 8,48 Prozent enden unentschieden und 49,09 Prozent verlieren Sie. Sie verlieren also öfter, als Sie gewinnen, und das Spiel bleibt trotzdem günstig, weil die Gewinne größer ausfallen. Die ganze Verteilung steht auf der Seite Blackjack Tabelle und Wahrscheinlichkeiten.
- Runden gewonnen
- 42,43 %
- Unentschieden
- 8,48 %
- Runden verloren
- 49,09 %
Welche Blackjack-Varianten gibt es, und worauf sollten Sie achten?
Wizard of Odds nennt nur Spiele mit 3:2 Auszahlung „Blackjack“, alle anderen fallen für ihn unter „21“. Die Namen am Tisch sind trotzdem uneinheitlich, und auch innerhalb der Spielbanken gibt es nach Wikipedia sehr viele Hausregeln, die den Bankvorteil in beide Richtungen verändern. Deshalb lohnt der Blick auf die Abweichungen. Die folgenden stammen aus dem Wikipedia-Artikel zu Black Jack.
| Variante | Was anders ist |
|---|---|
| Pontoon | fünf Karten ohne Überkaufen gewinnen automatisch (5 Card Charlie), im Verhältnis 2:1 |
| Spanish 21 | 21 mit fünf oder mehr Karten zahlt gestaffelt, Aufgeben nach dem Verdoppeln möglich |
| Black Jack Switch, Free Bet | Push-22: Überkauft der Dealer mit 22, bekommen die übrigen Hände nur den Einsatz zurück |
| Black Jack Party (Variante in Bregenz) | Auszahlung 6:5, ein Blackjack aus zwei Pik-Karten zahlt 5:1, Push-22 |
| Siebener-Drilling (vor allem Österreich) | drei Siebener gewinnen automatisch 2:1 oder 3:1 |
Push-22 erhöht den Hausvorteil nach Wikipedia um 6,91 Prozentpunkte, knapp das Fünffache des Effekts von 6:5 (1,39). Vorteile wie der 5 Card Charlie werden dagegen laut Wikipedia meist durch andere Einschränkungen überkompensiert. Erst die Regeln des Tisches lesen, dann setzen.
Ist Online-Blackjack in Deutschland erlaubt?
Das hängt vom Bundesland ab. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 behandelt Blackjack als Bankhalterspiel: Online-Casinospiele sind nach § 3 Abs. 1a virtuelle Nachbildungen von Bankhalterspielen und Live-Übertragungen eines terrestrisch durchgeführten Bankhalterspiels. Das gilt für den digitalen Tisch ebenso wie für Live-Blackjack mit echtem Dealer.
| Vorschrift | Inhalt |
|---|---|
| § 3 Abs. 1a | Online-Casinospiele sind virtuelle Nachbildungen von Bankhalterspielen und Live-Übertragungen eines Bankhalterspiels |
| § 22c Abs. 1 | Die Länder können sie für ihr Hoheitsgebiet selbst veranstalten oder Konzessionen erteilen |
| § 22c Abs. 3 | Konzessionen sind zu widerrufen, wenn die Begrenzung auf das Hoheitsgebiet missachtet wird |
| § 22a Abs. 2 | Virtuelle Automatenspiele, die Black Jack nachbilden, sind unzulässig |
Anders als beim Automatenspiel liegt die Entscheidung also bei den Ländern, und eine Konzession gilt nur im eigenen Hoheitsgebiet. Ein Blackjack-Automat, der einem herkömmlichen Tischspiel mit Bankhalter entspricht, ist dagegen nach § 22a Abs. 2 gar nicht zulässig. Und Üben ohne Einsatz ist etwas anderes: Ein Glücksspiel setzt nach § 3 Abs. 1 Satz 1 voraus, dass für den Erwerb einer Gewinnchance ein Entgelt verlangt wird, und der Trainer oben verlangt keines.
Welche Länder das heute nutzen, zeigt die Seite Rechtslage mit der Karte der Bundesländer. Den Tisch vor Ort finden Sie im Spielbanken-Guide.
Für wen lohnt sich Blackjack, und für wen nicht?
Blackjack lohnt sich für alle, die Entscheidungen mögen. Anders als bei Spielautomaten oder Roulette beeinflussen Sie den Erwartungswert wirklich, und die Spanne zwischen 0,43 Prozent mit Basisstrategie und 3,91 Prozent mit „nie überkaufen“ ist ein Faktor von gut neun. Schon ein Abend im Trainer zeigt, wie viele Entscheidungen eine einzige Runde enthält.
- mit Basisstrategie
- 0,43 %
- mit „nie überkaufen“
- 3,91 %
- Vorteil eines Zählers, realistisch
- 0,5–1,5 %
Es lohnt sich nicht für alle, die ein System für dauerhaften Gewinn suchen. Sicheren Gewinn gibt es nicht, auch nicht mit Kartenzählen: Realistisch bleiben nach Wizard of Odds 0,5 bis 1,5 Prozent Vorteil, bei sehr großen Schwankungen und mit dem Risiko eines Hausverbots. Das heißt auch: Wer Blackjack als Einkommen plant, rechnet gegen die Mathematik.
Darf man Karten zählen, und wo spielt man in Deutschland?
Wer weiß, welche Karten gefallen sind, kann Entscheidungen verbessern. Das ist nicht verboten, aber schwerer, als Filme zeigen, siehe Blackjack Karten zählen. Beim Roulette dagegen hat die Kugel kein Gedächtnis, mehr im Roulette-Hub. Vergleiche bieten Baccarat und Poker.
Tischspiele wie Blackjack gibt es in Deutschland am Tisch einer Spielbank, siehe Spielbanken-Guide. Auch die beste Strategie macht aus einem Spiel mit Hausvorteil keine Einnahmequelle. Wer merkt, dass Spielen mehr kostet als geplant, findet Hilfe auf der Seite Spielsucht.




